Was kostet eine professionelle Website? — Der komplette Überblick
Die Frage "Was kostet eine Website?" ist die häufigste Frage, die wir bei GoldenWing als Webdesign-Agentur in Wien gestellt bekommen. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Aber nach diesem Artikel wissen Sie ganz genau, welches Budget Sie einplanen müssen.
Mit über 13 Jahren Erfahrung im Team und mehr als 200 umgesetzten Projekten haben wir Muster erkannt, die wir transparent mit Ihnen teilen. Wir glauben: Nur wer die Kosten versteht, kann eine informierte Entscheidung treffen. Und wir möchten, dass Sie die richtige Entscheidung treffen — unabhängig davon, ob Sie sich für uns oder einen anderen Anbieter entscheiden.
Bevor wir ins Detail gehen, hier eine schnelle Orientierung:
| Website-Typ | Preisrahmen | Typische Seiten | Zeitrahmen |
|---|---|---|---|
| Visitenkarte / OnePager | 1.500 – 3.000€ | 1–5 | 2–4 Wochen |
| Corporate / KMU-Website | 3.000 – 8.000€ | 5–20 | 4–8 Wochen |
| E-Commerce / Online-Shop | 8.000 – 20.000€ | 20–100+ | 6–14 Wochen |
| Web-App / SaaS | 15.000 – 50.000€+ | variabel | 8–24 Wochen |
Diese Zahlen sind unsere eigenen Richtwerte aus der Projektpraxis, keine Marktstatistik. Die tatsächlichen Preise unterscheiden sich je nach Anbieter. Die Pakete von GoldenWing: Starter ab 2.000€ (bis zu 8 Seiten), Business 2.490€ (bis zu 15 Seiten), Premium ab 4.990€ (unbegrenzte Seiten, Shop möglich) und Enterprise ab 9.990€.
Wichtig: Es geht nicht darum, den günstigsten Anbieter zu finden, sondern den, der den besten Return on Investment liefert. Eine 2.000€-Website, die keine Kunden bringt, ist teurer als eine 8.000€-Website, die monatlich 5 neue Anfragen generiert. Schauen Sie sich unsere Webdesign-Pakete an, um ein Gefühl für realistische Preisstrukturen zu bekommen.
Preisvergleich nach Website-Typ
Lassen Sie uns jeden Website-Typ im Detail durchgehen, damit Sie einschätzen können, wo Ihr Projekt liegt.
1. Visitenkarten-Website (1.500 – 3.000€)
Die digitale Visitenkarte ist die einfachste Form einer professionellen Website. Sie besteht typischerweise aus 1-5 Seiten: Startseite, Über uns, Leistungen, Kontakt und Impressum/Datenschutz.
Was ist im Preis enthalten:
- Individuelles Design (kein Template)
- Responsive Darstellung auf allen Geräten
- Kontaktformular mit DSGVO-konformer Datenverarbeitung
- Grundlegende SEO-Optimierung (Meta-Tags, Seitenstruktur)
- SSL-Zertifikat und Basis-Hosting-Einrichtung
- Google Maps Integration
- 1-2 Korrekturschleifen
Was typischerweise extra kostet:
- Texterstellung und professionelle Fotos
- Mehrsprachigkeit (ab +500€ pro Sprache)
- Spezielle Animationen oder Interaktionen
- Logo-Design und Corporate Identity (ab +800€)
In unserer Erfahrung reicht eine Visitenkarten-Website für lokale Dienstleister vollkommen aus — vorausgesetzt, die Inhalte stimmen und die lokale SEO-Optimierung sauber umgesetzt ist.
2. Corporate / KMU-Website (3.000 – 8.000€)
Die Corporate Website ist der Standard für kleine und mittlere Unternehmen. Sie umfasst 5-20 Seiten und bietet deutlich mehr Funktionalität als eine Visitenkarte.
Typischer Umfang:
- Individuelle Startseite mit Hero-Bereich und Leistungsübersicht
- Ausführliche Leistungsseiten (einzeln pro Service)
- Team-Seite mit Mitarbeiterfotos und -profilen
- Referenzen/Projekte-Portfolio
- Blog oder News-Bereich mit CMS-Anbindung
- Kontaktseite mit Formular und Standortkarte
- Impressum, Datenschutz, AGB
Warum dieser Preisrahmen:
Der Sprung von 3.000 auf 8.000€ ergibt sich primär durch die Komplexität des Designs und die Anzahl individueller Templates. Eine Website mit 5 gleich aufgebauten Seiten ist schneller umgesetzt als eine mit 15 Seiten, die jeweils ein eigenes Layout haben.
3. E-Commerce / Online-Shop (8.000 – 20.000€)
Ein Online-Shop bringt eine völlig andere Komplexitätsstufe mit sich. Neben dem Frontend müssen Produktverwaltung, Warenkorb, Checkout, Zahlungsabwicklung, Versandlogik und oft auch Warenwirtschafts-Anbindungen realisiert werden.
Kostentreiber im E-Commerce:
| Feature | Aufwand | Preis-Impact |
|---|---|---|
| Produktkatalog (bis 100 Produkte) | Mittel | +1.000-2.000€ |
| Produktkatalog (100-1.000 Produkte) | Hoch | +2.000-5.000€ |
| Payment-Integration (Stripe, PayPal) | Gering | +500-1.000€ |
| Versandlogik (Zonen, Gewicht) | Mittel | +1.000-2.000€ |
| ERP/Warenwirtschaft-Anbindung | Hoch | +3.000-8.000€ |
| Mehrsprachiger Shop | Hoch | +3.000-6.000€ |
| Produktkonfigurator | Sehr Hoch | +5.000-15.000€ |
Für kleinere Shops empfehlen wir Shopify oder WooCommerce. Für individuelle Lösungen setzen wir auf Headless-Commerce-Systeme, die maximale Flexibilität und Performance bieten.
4. Web-App / SaaS-Plattform (15.000 – 50.000€+)
Web-Apps sind keine klassischen Websites mehr, sondern vollwertige Software-Anwendungen im Browser. Hier gelten andere Regeln: User Authentication, Datenbank-Architektur, API-Design, Echtzeit-Funktionen, Skalierbarkeit und Security stehen im Vordergrund.
Beispiele aus unserer Praxis:
- Kundenportal mit Dashboard und Reportings (ab 15.000€)
- Buchungs- und Reservierungssystem (ab 20.000€)
- Projekt-Management-Tool (ab 30.000€)
- SaaS-MVP für Startups (ab 25.000€)
Bei Web-Apps arbeiten wir agil in Sprints und empfehlen den Einstieg mit einem MVP (Minimum Viable Product), das dann schrittweise erweitert wird.
Kostenaufteilung im Detail
Kostenloses Erstgespräch
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Termin vereinbarenWohin fließt Ihr Budget eigentlich? Die folgende Tabelle zeigt unsere grobe Richtwert-Aufteilung bei einem mittelgroßen Projekt (5.000-10.000€), keine Marktstatistik:
| Kostenpunkt | Anteil | Beschreibung |
|---|---|---|
| Konzeption & Strategie | 10-15% | Zielgruppen-Analyse, Seitenstruktur, Wireframes, Keyword-Recherche |
| UI/UX Design | 25-35% | Visuelles Design, Prototypen, Responsive-Layouts, Design-System |
| Technische Entwicklung | 30-40% | Frontend-Coding, CMS-Integration, Formulare, Funktionalitäten |
| Content | 10-15% | Texte, Bilder, Videos (oft vom Kunden bereitgestellt) |
| Testing & Launch | 5-10% | Cross-Browser-Testing, Performance-Optimierung, Go-Live |
| Projektmanagement | 5-10% | Abstimmung, Meetings, Dokumentation |
Die Verteilung verschiebt sich je nach Projekttyp: Bei design-lastigen Projekten steigt der Design-Anteil auf 40%+, bei funktionsreichen Web-Apps dominiert die Entwicklung mit 50%+.
Praxis-Tipp: Viele Kunden unterschätzen den Aufwand für Content. Professionelle Texte und Fotoshootings sind je nach Anbieter ein eigener Kostenblock. Wenn Sie eigene Texte und Bilder liefern, können Sie Kosten sparen, aber nur, wenn die Qualität stimmt. Schlechter Content macht auch das beste Design zunichte.
Agentur vs. Freelancer vs. Baukasten
Eine der wichtigsten Entscheidungen: Wen beauftragen Sie mit Ihrer Website? Hier der ehrliche Vergleich:
| Kriterium | Agentur | Freelancer | Baukasten (Wix/Squarespace) |
|---|---|---|---|
| Preis | 3.000-50.000€+ | 1.500-20.000€ | Abo je nach Tarif |
| Design-Qualität | Hoch (eigenes Team) | Variabel (abhängig vom Freelancer) | Template-basiert |
| Technische Tiefe | Hoch (Spezialisten-Team) | Mittel (Einzelperson) | Gering |
| SEO | Integriert (SEO-Expertise) | Oft separat nötig | Eingeschränkt |
| Zeitrahmen | 4-16 Wochen | 3-12 Wochen | 1-5 Tage |
| Support | Langfristig verfügbar | Abhängig von Verfügbarkeit | Community/Tickets |
| Skalierbarkeit | Hoch | Mittel | Gering |
| Ausfallrisiko | Gering (Team-Backup) | Hoch (Single Point of Failure) | Gering (Plattform) |
Unsere ehrliche Empfehlung:
- Baukasten: Für persönliche Websites, Hobby-Projekte oder als absolute Übergangslösung. Nicht für geschäftskritische Auftritte.
- Freelancer: Für kleine bis mittlere Projekte, wenn Sie bereits genau wissen, was Sie wollen und einen erfahrenen Freelancer kennen. Achten Sie auf Referenzen und Verfügbarkeit.
- Agentur: Für alles, wo die Website ein geschäftskritischer Vertriebskanal ist, Sie langfristige Betreuung brauchen oder das Projekt komplex ist (Shop, Mehrsprachigkeit, Integrationen).
Versteckte Kosten, die viele vergessen
Bei Website-Projekten gibt es eine Reihe von Kosten, die im Angebot oft nicht auftauchen, aber trotzdem anfallen:
1. DSGVO-Konformität (200-1.500€)
Cookie-Consent-Management, Datenschutzerklärung, Auftragsverarbeitungsverträge, technische Anpassungen (IP-Anonymisierung, Consent-basiertes Tracking). Die DSGVO gilt seit dem 25. Mai 2018, das ist kein optionales Extra.
2. Barrierefreiheit / WCAG-Konformität (500-3.000€)
Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Österreich das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG, Umsetzung des European Accessibility Act). Es betrifft unter anderem Online-Shops und Online-Buchungstools für Verbraucher, Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sind ausgenommen. Das umfasst Kontrastverhältnisse, Screenreader-Kompatibilität, Tastatur-Navigation und ARIA-Labels. Je früher Sie das einplanen, desto günstiger wird es.
3. Content-Migration (300-2.000€)
Wenn Sie eine bestehende Website haben, müssen Inhalte migriert werden. Das ist selten ein einfaches Copy-Paste — Texte müssen überarbeitet, Bilder optimiert und SEO-Redirects eingerichtet werden.
4. Drittanbieter-Lizenzen (50-500€/Jahr)
Premium-Plugins, Stock-Fotos, Schriftlizenzen, Icon-Bibliotheken, Formular-Services (z.B. Typeform), Newsletter-Tools (z.B. Mailchimp) — diese laufenden Kosten werden oft vergessen.
5. Performance-Optimierung (300-1.500€)
Eine schnelle Website ist kein Automatismus. Bildkompression, Lazy Loading, Code-Minification, CDN-Einrichtung und Caching-Strategien erfordern Expertise und Zeit. Testen Sie Ihre aktuelle Website mit unserem Performance-Checker, um den Handlungsbedarf einzuschätzen.
6. Security (100-500€/Jahr)
Firewall, Malware-Scanning, regelmäßige Backups, SSL-Zertifikate, Login-Schutz und Security-Updates. Besonders bei WordPress ist das essenziell — eine gehackte Website kann tausende Euro an Schadensbehebung und verlorenen Kunden kosten.
Laufende Kosten nach dem Launch
Ihre Website ist live — aber die Kosten hören nicht auf. Hier eine Orientierung mit eigenen Richtwerten (Anbieterpreise variieren, keine Marktstatistik):
| Kostenpunkt | Monatlich | Jährlich | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Hosting | 10-80€ | 120-960€ | Shared ab 10€, Managed VPS ab 30€, Cloud ab 50€ |
| Domain | 1-5€ | 12-60€ | .at/.de ab 12€, .com ab 15€/Jahr |
| SSL-Zertifikat | 0€ | 0€ | Let's Encrypt kostenlos, Premium ab 50€/Jahr |
| Wartung & Updates | 50-200€ | 600-2.400€ | CMS-Updates, Plugin-Updates, PHP-Version |
| Content-Pflege | 50-300€ | 600-3.600€ | Blogposts, Aktualisierungen, neue Seiten |
| SEO | 300-1.500€ | 3.600-18.000€ | Optional, aber empfohlen für Wachstum |
| Backup & Security | 10-50€ | 120-600€ | Automatische Backups, Firewall, Monitoring |
| GESAMT | 421-2.135€ | 5.052-25.620€ | Je nach Umfang und Ambitionen |
Unsere Empfehlung: Planen Sie mindestens 150€/Monat für die Basis-Betreuung (Hosting, Wartung, Security) ein. Wenn Sie mit Ihrer Website aktiv Kunden gewinnen wollen, rechnen Sie mit 500-1.000€/Monat inklusive SEO und Content.
So planen Sie ein realistisches Budget
Basierend auf unserer Erfahrung aus hunderten Projekten empfehlen wir diese Budget-Formel:
Gesamtbudget = Einmalige Kosten + (Laufende Kosten × 12 Monate)
Für ein typisches KMU sieht das so aus:
- Einmalige Kosten: 5.000€ (Corporate Website)
- Laufende Kosten: 200€/Monat × 12 = 2.400€
- Budget im ersten Jahr: 7.400€
Budget nach Unternehmensgröße
| Unternehmensgröße | Einmalig | Monatlich | Jahresbudget |
|---|---|---|---|
| Einzelunternehmer/Startup | 2.000-4.000€ | 100-200€ | 3.200-6.400€ |
| KMU (5-20 Mitarbeiter) | 5.000-12.000€ | 200-500€ | 7.400-18.000€ |
| Mittelstand (20-100 Mitarbeiter) | 10.000-30.000€ | 500-1.500€ | 16.000-48.000€ |
| Enterprise (100+ Mitarbeiter) | 30.000-100.000€+ | 1.500-5.000€ | 48.000-160.000€ |
Wichtig: Diese Zahlen sind Richtwerte. Ihr tatsächliches Budget hängt von Ihren Zielen, Ihrer Branche und Ihrer Wettbewerbssituation ab. Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Erstberatung — wir schätzen Ihren Bedarf realistisch ein.
CMS-Wahl und ihr Einfluss auf die Kosten
Die Wahl des Content-Management-Systems hat erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten — sowohl initial als auch langfristig.
| CMS | Lizenzkosten | Entwicklungskosten | Wartungskosten | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| WordPress | Kostenlos (Open Source) | Mittel (3.000-15.000€) | Mittel (Plugins, Updates) | Blogs, KMU-Websites, Shops |
| Webflow | Abo je nach Tarif | Gering-Mittel (2.000-10.000€) | Gering (Managed) | Design-Seiten, Portfolios |
| Shopify | Abo je nach Tarif | Gering (2.000-8.000€) | Gering (Managed) | Online-Shops |
| Payload CMS | Kostenlos (Open Source) | Hoch (5.000-20.000€) | Gering (Updates, Hosting) | Custom-Projekte, Headless |
| Headless (Strapi, etc.) | Kostenlos (Open Source) | Hoch (8.000-30.000€) | Mittel (Hosting, DevOps) | Enterprise, Multi-Channel |
Bei GoldenWing setzen wir je nach Projekt auf unterschiedliche Technologien. Für die meisten KMU-Projekte empfehlen wir WordPress oder unser eigenes Setup mit Payload CMS und Next.js — das bietet maximale Performance und Flexibilität bei vertretbaren Kosten. Mehr dazu in unserem Vergleichsartikel WordPress oder Webflow.
ROI einer professionellen Website
Die entscheidende Frage ist nicht "Was kostet eine Website?", sondern "Was bringt eine Website?"
Die ROI-Formel
ROI = (Gewinn durch Website − Investition) ÷ Investition × 100
Ein Rechenbeispiel für einen Handwerksbetrieb:
- Website-Investition: 5.000€ (einmalig) + 2.400€ (laufend im 1. Jahr) = 7.400€
- Durchschnittlicher Auftragswert: 2.000€
- Neue Kunden über Website: 2 pro Monat = 24 pro Jahr
- Jahresumsatz durch Website: 48.000€
- Gewinnmarge: 30% = 14.400€ Gewinn
- ROI: (14.400 − 7.400) ÷ 7.400 × 100 = 95%
Das bedeutet: Schon mit 2 neuen Kunden pro Monat amortisiert sich die Website-Investition innerhalb von 7 Monaten. Und danach ist alles Profit.
Indirekte Vorteile, die schwer zu beziffern sind
- Zeitersparnis: Eine FAQ-Seite und klare Leistungsbeschreibungen können telefonische Rückfragen verringern.
- Markenwahrnehmung: Eine professionelle Website erhöht das Vertrauen potenzieller Kunden messbar. In einer Stanford-Studie (Fogg et al., 2002) nannten die Teilnehmenden das visuelle Design ("design look") am häufigsten, nämlich in 46,1 % der Kommentare, wenn sie die Glaubwürdigkeit von Websites bewerteten.
- Recruiting: Gute Unternehmenspräsentation zieht bessere Bewerber an — besonders relevant in Zeiten des Fachkräftemangels.
- Wettbewerbsvorteil: In vielen Branchen ist die Website der wichtigste Differenzierungsfaktor. Wer professioneller auftritt, gewinnt den Kunden.
Unsere Erfahrung aus 200+ Projekten
Bei GoldenWing haben wir mit einem Team mit über 13 Jahren Erfahrung Projekte in jeder Preiskategorie umgesetzt. Hier sind unsere wichtigsten Erkenntnisse:
1. Das Budget ist selten das Problem — die Strategie ist es.
Wir haben 3.000€-Websites gesehen, die hervorragend performen, und 30.000€-Websites, die keine einzige Anfrage generieren. Der Unterschied liegt in der Strategie: Zielgruppen-Verständnis, klare Conversion-Pfade und eine durchdachte Informationsarchitektur sind wichtiger als aufwendige Animationen.
2. Content ist König — und oft das Stiefkind.
Die meisten Projekte verzögern sich nicht wegen des Designs oder der Technik, sondern wegen fehlendem Content. Wir empfehlen, parallel zur Entwicklung in professionelle Texte und Bilder zu investieren. Unser SEO-Content-Team kann Sie dabei unterstützen.
3. Die günstigste Option ist selten die klügste.
Ein typisches Szenario (Rechenbeispiel, kein konkreter Kundenfall): Wer zunächst 1.500€ bei einem Billig-Anbieter ausgibt und die technisch mangelhafte Website später für 4.500€ neu entwickeln lässt, zahlt insgesamt 6.000€ statt der 4.500€, die es von Anfang an gekostet hätte.
4. Investieren Sie in Performance.
Websites, die mit Fokus auf Performance und Core Web Vitals entwickelt werden, laden schneller und verlieren weniger Besucher. Die Performance-Optimierung bedeutet zusätzlichen Aufwand, der sich in der Regel lohnt.
5. Denken Sie langfristig.
Eine Website ist kein Einmal-Projekt, sondern ein lebendiges Werkzeug, das wächst und sich anpasst. Planen Sie von Anfang an ein monatliches Budget für Wartung, Content und Optimierung ein. Die Websites, die am besten performen, sind die, die kontinuierlich gepflegt werden.
Unsere beliebtesten Pakete
Wir bieten transparente Webdesign-Pakete an, die genau auf die Bedürfnisse verschiedener Unternehmensgrößen zugeschnitten sind. Jedes Paket enthält Design, Entwicklung, SEO-Grundoptimierung und eine Content-Schulung, damit Sie Ihre Website selbstständig pflegen können.
Schauen Sie sich auch unsere bisherigen Projekte an — dort sehen Sie, was für verschiedene Budgets möglich ist. Und wenn Sie bereit sind, den nächsten Schritt zu machen, kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch. Wir finden gemeinsam die Lösung, die zu Ihrem Budget und Ihren Zielen passt.
Website-Kosten nach Branche: Was zahlen andere?
Eine der häufigsten Fragen in unseren Erstgesprächen lautet: "Was zahlen andere Unternehmen in meiner Branche?" Die Antwort variiert natürlich je nach individuellen Anforderungen, aber aus unserer Projektpraxis (200+ Projekte) können wir Ihnen Orientierungswerte nennen. Es handelt sich nicht um eine Marktstatistik.
Gastronomie und Hotellerie
Hotels und Restaurants in Österreich investieren typischerweise zwischen 2.500 und 8.000 Euro in ihre Website. Die Anforderungen sind meist klar umrissen: ansprechende Bildergalerien, Speisekarten oder Zimmerübersichten, eine Reservierungsfunktion und Google-Maps-Integration.
Was die Kosten nach oben treibt:
- Integrierte Buchungssysteme (z.B. Anbindung an Booking.com, Gastromatic oder ResDiary): +2.000–5.000 Euro
- Professionelle Food-Fotografie: 500–1.500 Euro
- Mehrsprachigkeit (Deutsch, Englisch, Italienisch): +30–50 % Aufpreis
- Digitale Speisekarte mit Allergen-Kennzeichnung: +500–1.000 Euro
Ein Wiener Restaurant kommt erfahrungsgemäß mit einer gut gestalteten WordPress-Website für 3.500–4.500 Euro aus. Hotels benötigen aufgrund der Buchungsintegration und Mehrsprachigkeit meist 6.000–12.000 Euro.
Handwerk und Dienstleistungen
Handwerksbetriebe wie Elektriker, Installateure oder Malerbetriebe haben oft die kosteneffizientesten Websites. Der Fokus liegt auf Vertrauensbildung, lokaler Sichtbarkeit und Kontaktaufnahme. Typische Budgets liegen zwischen 1.800 und 5.000 Euro.
Wichtige Funktionen und ihre Kosten:
- Referenzgalerie mit Vorher-Nachher-Bildern: 300–500 Euro
- Online-Terminbuchung (z.B. Calendly-Integration): 200–400 Euro
- Google-Bewertungen-Widget: 100–200 Euro
- Service-Rechner (z.B. Kostenvoranschlag für Malerarbeiten): 800–2.000 Euro
Unser Tipp für Handwerksbetriebe: Investieren Sie lieber in gute lokale SEO als in aufwendiges Design. Ein Installateur in Wien muss bei "Installateur Wien" auf Seite 1 erscheinen — das bringt mehr Aufträge als jede Animation.
Medizin und Gesundheit
Arztpraxen, Therapeuten und Gesundheitseinrichtungen haben besondere Anforderungen an Datenschutz und Seriosität. Die Budgets liegen zwischen 3.000 und 10.000 Euro, wobei die Einhaltung der DSGVO und medizinrechtlicher Vorgaben einen erheblichen Teil der Kosten ausmacht.
Kostentreiber in der Gesundheitsbranche:
- DSGVO-konforme Kontaktformulare mit Verschlüsselung: +300–500 Euro
- Online-Terminbuchung mit Praxissoftware-Anbindung (z.B. DocFinder, Doctolib): +1.000–3.000 Euro
- Patienteninformationen nach medizinrechtlichen Standards: Texterstellung ab 500 Euro
- Barrierefreiheit nach WCAG 2.1 AA: +1.500–3.000 Euro
Rechtsanwälte und Steuerberater
Kanzleien und Steuerberatungsbüros investieren erfahrungsgemäß 4.000 bis 12.000 Euro in ihren Webauftritt. Die Websites müssen Seriosität und Kompetenz ausstrahlen, gleichzeitig aber die spezifischen Rechtsgebiete oder Leistungen klar kommunizieren.
Besonders im juristischen Bereich ist die SEO-Investition hoch, da die Konkurrenz bei Suchbegriffen wie "Rechtsanwalt Wien" oder "Steuerberater Wien" enorm ist. Viele Kanzleien investieren daher zusätzlich laufend in Content-Marketing und SEO.
E-Commerce und Online-Shops
Online-Shops sind die kostenintensivste Kategorie. Je nach Produktanzahl, Zahlungsanbieter-Integration und Logistik-Anbindung liegen die Kosten zwischen 5.000 und 50.000+ Euro.
Typische Kosten-Staffelung:
- Kleiner Shop (bis 50 Produkte, WooCommerce): 5.000–10.000 Euro
- Mittlerer Shop (bis 500 Produkte, WooCommerce/Shopify): 10.000–25.000 Euro
- Großer Shop (1.000+ Produkte, Magento/Shopware): 25.000–80.000 Euro
- Enterprise (individuelle Lösung, Headless Commerce): 50.000+ Euro
Vergessen Sie nicht die laufenden Kosten: Payment-Provider-Gebühren (je nach Anbieter und Zahlungsart), Hosting (50–300 Euro/Monat) und regelmäßige Wartung (200–500 Euro/Monat).
Förderungen und Finanzierungsmöglichkeiten in Österreich
Viele österreichische Unternehmen wissen nicht, dass es zahlreiche Förderungen für die Digitalisierung gibt. Ob eine Website förderfähig ist, hängt vom jeweiligen Programm ab. Hier ein Überblick über die wichtigsten Programme.
KMU.DIGITAL
Das Programm KMU.DIGITAL des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus ist eine der bekanntesten Förderungen für die Digitalisierung von KMUs in Österreich. Es besteht aus zwei Modulen:
- Modul 1 — Statusanalyse und Strategieberatung: Förderung einer Digitalisierungsberatung durch einen zertifizierten Berater. Die aktuellen Fördersätze und Höchstbeträge regelt die Richtlinie KMU.DIGITAL 4.0 (Modul Beratung).
- Modul 2 — Umsetzung: Bis zu 30 % Förderung (max. 6.000 Euro) nach der Richtlinie KMU.DIGITAL 3.1 (gültig bis 30.06.2025). Die Sätze der aktuellen Richtlinie 4.0 prüfen Sie auf kmudigital.at. Gefördert werden Projekte mit förderbaren Kosten von 3.000 bis 30.000 Euro. Im Rahmen eines Gesamtpakets kann auch der Aufbau einer Homepage förderbar sein, reine Content- oder Design-Aktualisierungen bestehender Webseiten sind ausgeschlossen.
Voraussetzungen:
- Das Unternehmen muss seinen Sitz in Österreich haben
- KMU nach EU-Definition (weniger als 250 Mitarbeitende und höchstens 50 Mio. Euro Jahresumsatz oder 43 Mio. Euro Bilanzsumme)
- Die Beratung muss durch einen gelisteten KMU.DIGITAL-Berater erfolgen
- Das Projekt darf noch nicht begonnen haben (Antragstellung vor Projektstart!)
Nach der Richtlinie 3.1 bedeutete das: Bei förderbaren Kosten von 10.000 Euro waren bis zu 3.000 Euro Förderung möglich, sofern zuvor eine geförderte Beratung stattfand und der Antrag vor Projektstart gestellt wurde. Das reduziert die effektiven Kosten erheblich.
Landesförderungen
Zusätzlich zu den Bundesförderungen bieten einzelne Bundesländer eigene Digitalisierungsförderungen an, zum Beispiel Wien:
- Wien: Die Wirtschaftsagentur Wien fördert Digitalisierungsprojekte Wiener KMU. Die aktuellen Konditionen finden Sie auf der Website der Wirtschaftsagentur Wien.
Auch ohne direkte Förderung können Sie die Kosten einer professionellen Website steuerlich geltend machen. Je nach Fall kann eine Website als immaterielles Wirtschaftsgut aktiviert und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Die steuerliche Behandlung klärt Ihr Steuerberater. Laufende Kosten wie Hosting, Wartung und Content-Erstellung sind sofort als Betriebsausgabe absetzbar.
Unser Rat: Sprechen Sie vor Projektbeginn mit Ihrem Steuerberater über die optimale steuerliche Gestaltung. In vielen Fällen ist es sinnvoll, die Website-Erstellung in das laufende Geschäftsjahr zu legen, um den Gewinn zu reduzieren.
Je klarer Sie wissen, was Sie brauchen, desto präziser kann eine Agentur kalkulieren. Erstellen Sie vor dem Erstgespräch eine Liste mit:
- Must-haves: Funktionen, ohne die das Projekt keinen Sinn macht
- Nice-to-haves: Funktionen, die Sie gerne hätten, aber auf die Sie notfalls verzichten können
- Inspirationsbeispiele: 3–5 Websites, die Ihnen gefallen (mit konkreter Begründung, was Ihnen daran gefällt)
- Zeitrahmen: Wann muss die Website live sein?
- Budget-Rahmen: Ja, Sie sollten Ihr Budget nennen — dazu gleich mehr
Do: Ihr Budget transparent kommunizieren
Viele Unternehmer nennen ihr Budget nicht, weil sie befürchten, die Agentur wird dann einfach genau diesen Betrag anbieten. Unsere Erfahrung zeigt das Gegenteil: Wenn eine Agentur Ihr Budget kennt, kann sie Ihnen sagen, was in diesem Rahmen realistisch machbar ist — und was nicht. Das spart beiden Seiten Zeit und Frustration.
Ein guter Ansatz: Nennen Sie eine Budgetspanne. Statt "Wir haben 5.000 Euro" sagen Sie "Unser Budget liegt zwischen 4.000 und 6.000 Euro, je nach Umfang." Das gibt der Agentur Spielraum für verschiedene Lösungsvorschläge.
Don't: Auf Basis des Stundensatzes verhandeln
Den Stundensatz einer Agentur herunterzuhandeln ist fast immer kontraproduktiv. Warum? Wenn eine Agentur ihren Stundensatz um 20 % senkt, wird sie entweder:
- 20 % weniger Zeit in Ihr Projekt investieren (= schlechtere Qualität)
- Junior-Entwickler statt Senior-Entwickler einsetzen (= mehr Fehler, längere Projektdauer)
- Das Projekt mit geringerer Priorität behandeln (= längere Wartezeiten)
Verhandeln Sie stattdessen über den Scope: Welche Funktionen können in Phase 1 umgesetzt werden, welche in einer späteren Phase 2? Phasenweises Vorgehen reduziert die initiale Investition und verteilt die Kosten über einen längeren Zeitraum.
Do: Nach Referenzen fragen
Bevor Sie über den Preis verhandeln, überprüfen Sie die Qualität. Fragen Sie nach:
- 3–5 Referenzprojekte in ähnlicher Größenordnung
- Kontaktdaten von 2–3 früheren Kunden, die Sie anrufen dürfen
- Case Studies mit messbaren Ergebnissen (z.B. Conversion-Rate-Verbesserungen, Traffic-Steigerungen)
- Die genaue technische Umsetzung (welches CMS, welche Plugins, welches Hosting)
Eine Agentur, die 20 % teurer ist, aber nachweislich bessere Ergebnisse liefert, ist fast immer die wirtschaftlichere Wahl.
Don't: Äpfel mit Birnen vergleichen
"Aber die andere Agentur bietet das für 2.000 Euro weniger an!" — Solche Vergleiche sind nur sinnvoll, wenn die Angebote wirklich vergleichbar sind. Achten Sie auf:
- Anzahl der Entwurfsrunden: Sind 2 oder 5 Design-Revisionen inkludiert?
- Responsive Design: Wird für alle Geräte optimiert oder nur für Desktop?
- SEO-Grundoptimierung: Ist technisches SEO inkludiert oder kostet das extra?
- Content-Erstellung: Wer schreibt die Texte? Ist das im Preis enthalten?
- Wartung nach Launch: Gibt es einen Support-Zeitraum nach dem Go-Live?
- Ladezeit-Optimierung: Wird die Performance aktiv optimiert?
In unserer Erfahrung erklären sich die meisten Preisunterschiede durch diese "versteckten" Leistungsunterschiede.
Die wahren Kosten einer billigen Website
Wir werden regelmäßig gefragt, warum man nicht einfach eine Website für 500 Euro auf Fiverr kaufen oder einen Baukasten nutzen sollte. Die Antwort ist vielschichtig — und die "billige" Lösung ist oft die teuerste.
Was Sie für 500 Euro typischerweise bekommen
Ein illustratives Beispiel (fiktiv, kein dokumentierter Test): So könnte eine WordPress-Website für 500 USD von einer Freelancer-Plattform aussehen:
- Template-basiert: Ein vorgefertigtes Theme wurde mit dem Kunden-Logo und -Text befüllt — keinerlei individuelles Design
- Performance: Ladezeit weit über dem empfohlenen Largest Contentful Paint von höchstens 2,5 Sekunden (web.dev)
- SEO: Keine Meta-Tags, keine strukturierten Daten, keine XML-Sitemap, keine Alt-Texte
- Responsive: Die mobile Version war nur teilweise funktional — einige Buttons waren nicht klickbar
- Sicherheit: Veraltete PHP-Version, kein SSL-Zertifikat konfiguriert, kein Sicherheits-Plugin
- Content: Lorem Ipsum an mehreren Stellen, generische Stock-Fotos ohne Lizenznachweis
Die Nacharbeit durch eine Agentur kann ein Vielfaches des ursprünglichen Preises kosten, dazu kommen Stress und Zeitverlust.
Opportunitätskosten: Was Sie verlieren
Eine schlechte Website kostet Sie nicht nur Geld für Nachbesserungen, sondern auch entgangene Umsätze. Laut einer Google-Studie von 2016 ("The Need for Mobile Speed") wurden 53 % der mobilen Website-Besuche abgebrochen, wenn die Seite länger als 3 Sekunden zum Laden brauchte. Für einen Handwerksbetrieb mit 500 monatlichen Besuchern bedeutet das:
- Bei 3 % Conversion-Rate: 15 Anfragen pro Monat
- Bei einer durchschnittlichen Auftragshöhe von 2.000 Euro: 30.000 Euro Umsatz pro Monat
- Wenn 53 % wegen langsamer Ladezeit abspringen: 15.900 Euro entgangener Umsatz pro Monat
Natürlich sind das vereinfachte Zahlen, aber sie verdeutlichen den Punkt: Die Opportunitätskosten einer schlechten Website übersteigen die Ersparnis bei der Erstellung um ein Vielfaches.
Sicherheitsrisiken und Folgekosten
Billige Websites werden selten gewartet. Das führt zu veralteter Software, bekannten Sicherheitslücken und im schlimmsten Fall zu einem Hackerangriff. Die Folgekosten eines gehackten WordPress-Systems:
- Malware-Entfernung: je nach Dienstleister und Umfang der Infektion
- Google-Abstrafung: Ihre Website kann in den Suchergebnissen mit einer Warnung versehen oder abgewertet werden, die Wiederherstellung kann Zeit brauchen
- Datenverlust: Ohne Backup-Strategie können Ihre Daten unwiederbringlich verloren sein
- Reputationsschaden: "Diese Website wurde möglicherweise gehackt" — diese Google-Warnung zerstört das Vertrauen Ihrer Kunden
- DSGVO-Strafen: Bei Verstößen gegen die Sicherheitspflichten (Art. 32 DSGVO) drohen Bußgelder bis zu 10 Mio. Euro oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes, bei schwereren Verstößen bis zu 20 Mio. Euro oder 4 %
In Österreich wurden 2023 laut Cybercrime-Report des Bundeskriminalamts 65.864 Fälle von Internetkriminalität angezeigt, ein Anstieg von 9,4 % gegenüber 2022 (60.195 Fälle).
Was eine professionelle Website wirklich kostet — und was sie bringt
Zusammengefasst: Eine professionelle Website für ein österreichisches KMU kostet nach unseren Richtwerten zwischen 3.000 und 8.000 Euro in der Erstellung und mindestens 150 Euro pro Monat im laufenden Betrieb. Das ist eine Investition von mindestens etwa 8.400 Euro über drei Jahre.
Im Gegenzug erhalten Sie: eine schnelle, sichere, suchmaschinenoptimierte Website, die rund um die Uhr für Sie arbeitet, Vertrauen aufbaut und Anfragen generiert. Wenn Ihre Website auch nur 2–3 zusätzliche Kunden pro Monat bringt, hat sich die Investition innerhalb weniger Monate amortisiert.
Website-Kosten senken ohne Qualitätsverlust
Eine professionelle Website muss nicht zwangsläufig das Budget sprengen. Mit den richtigen Strategien können österreichische Unternehmen die Entwicklungskosten erheblich reduzieren, ohne Kompromisse bei Qualität, Performance oder Funktionalität einzugehen. Die folgenden Ansätze haben sich im DACH-Markt bewährt und werden von erfahrenen Agenturen und Freelancern gleichermaßen empfohlen.
Vorbereitungsarbeit als Kostenbremse
Der größte einzelne Faktor für Website-Kosten, der vollständig in Ihrer Hand liegt, ist die Qualität der Vorbereitung. Agenturen und Freelancer rechnen häufig nach Stunden ab. Jede Stunde, die für Rückfragen, Klärungen und Entscheidungsfindung aufgewendet wird, erhöht die Projektkosten direkt.
Konkrete Vorbereitungsmaßnahmen, die Kosten senken:
- Detailliertes Briefing erstellen: Dokumentieren Sie Ihre Anforderungen schriftlich, bevor Sie einen Dienstleister kontaktieren. Beschreiben Sie Zielgruppe, gewünschte Funktionen, Design-Vorstellungen und inhaltliche Anforderungen. Ein gutes Briefing spart erfahrungsgemäß Zeit und damit Projektkosten
- Referenz-Websites sammeln: Suchen Sie drei bis fünf Websites, die Ihnen gefallen, und dokumentieren Sie, was Ihnen daran gefällt (Layout, Farbschema, Navigation, Funktionen). Dies reduziert die Anzahl der Design-Iterationen erheblich
- Content vorab erstellen: Texte, Bilder und Videos sollten idealerweise vor Projektstart vorliegen. Websites, bei denen der Content erst während der Entwicklung erstellt wird, dauern erfahrungsgemäß länger und kosten entsprechend mehr
- Entscheidungsstrukturen klären: Definieren Sie vorab, wer im Unternehmen Entscheidungen trifft und Freigaben erteilt. Nichts verzögert ein Website-Projekt mehr als unklare Zuständigkeiten und endlose Abstimmungsschleifen
Templates und Frameworks nutzen
Die Zeiten, in denen jede professionelle Website von Grund auf neu designt werden musste, sind vorbei. Moderne Templates und Frameworks bieten eine hervorragende Ausgangsbasis, die individuell angepasst werden kann:
Premium-Templates bieten professionelle Designs, die von erfahrenen Designern erstellt wurden. Plattformen wie ThemeForest, TemplateMonster oder Elegant Themes bieten tausende Vorlagen für verschiedene Branchen. Die Anpassung eines Premium-Templates an Ihr Corporate Design kostet erfahrungsgemäß deutlich weniger als ein vollständig individuelles Design.
Component Libraries und Design-Systeme: Frameworks wie Tailwind CSS oder Bootstrap bieten vorgefertigte UI-Komponenten (Buttons, Formulare, Navigationen, Karten), die die Entwicklungszeit drastisch reduzieren. Solche Frameworks sind in der Webentwicklung weit verbreitet.
Page Builder: Für WordPress-basierte Websites reduzieren Page Builder wie Elementor, Beaver Builder oder der native Gutenberg-Editor die Entwicklungskosten erheblich. Einfache Anpassungen können nach einer Einschulung sogar intern durchgeführt werden, was laufende Kosten für kleine Änderungen eliminiert.
Open-Source-Lösungen für spezifische Funktionen
Statt teure Individuallösungen zu entwickeln, sollten Sie prüfen, ob Open-Source-Alternativen Ihre Anforderungen erfüllen:
- E-Commerce: WooCommerce (WordPress) oder PrestaShop statt einer teuren Individuallösung. Für einfache bis mittlere Online-Shops sparen Sie erfahrungsgemäß erhebliche Entwicklungskosten gegenüber einer Eigenentwicklung
- Buchungssysteme: Plugins wie Amelia oder Bookly (Preis je nach Lizenz und Anbieter) statt einer individuellen Buchungslösung
- Mehrsprachigkeit: WPML oder Polylang für WordPress statt einer individuellen Übersetzungslösung
- Formulare: Contact Form 7, WPForms oder Gravity Forms statt individueller Formularentwicklung
Phasenweise Umsetzung
Statt alle gewünschten Funktionen in einem großen Launch umzusetzen, empfiehlt sich eine phasenweise Entwicklung nach dem MVP-Prinzip (Minimum Viable Product):
- Phase 1: Kernfunktionalität und wichtigste Seiten (Startseite, Leistungen, Kontakt, Impressum/Datenschutz). Budget: 40 bis 60 Prozent des Gesamtbudgets
- Phase 2: Erweiterte Funktionen (Blog, Portfolio, FAQ, Newsletter-Integration). Budget: 20 bis 30 Prozent
- Phase 3: Premium-Features (Kundenportal, Konfiguratoren, erweiterte Integrationen). Budget: 10 bis 30 Prozent
Dieser Ansatz hat mehrere Vorteile: Sie verteilen die Kosten über einen längeren Zeitraum, können frühzeitig online gehen und Feedback sammeln, und Sie investieren nur in Funktionen, die sich tatsächlich als notwendig erweisen.
Website als Investition: Amortisation berechnen und planen
Eine professionelle Website ist keine einmalige Ausgabe, sondern eine Investition in die digitale Zukunft Ihres Unternehmens. Die zentrale Frage lautet daher nicht "Was kostet eine Website?", sondern "Wann hat sich die Investition amortisiert?". Eine professionelle Online-Präsenz kann helfen, Anfragen und Umsatz zu steigern. Wie stark, hängt von Branche, Angebot und Strategie ab.
Return on Investment berechnen
Um den ROI Ihrer Website zu berechnen, benötigen Sie zwei Werte: die Gesamtkosten der Website (Entwicklung plus laufende Kosten) und den durch die Website generierten Mehrumsatz.
Gesamtkosten ermitteln: Addieren Sie die einmaligen Entwicklungskosten und die laufenden Kosten für einen definierten Zeitraum (empfohlen: 36 Monate). Beispielrechnung für ein österreichisches KMU:
- Einmalige Entwicklung: 8.000 Euro
- Hosting und Domain (36 Monate): 1.080 Euro (30 Euro pro Monat)
- Wartung und Updates (36 Monate): 3.600 Euro (100 Euro pro Monat)
- Content-Aktualisierung (36 Monate): 5.400 Euro (150 Euro pro Monat)
- Gesamtkosten über 3 Jahre: 18.080 Euro (rund 500 Euro pro Monat)
Mehrumsatz berechnen: Der von der Website generierte Umsatz setzt sich typischerweise aus mehreren Quellen zusammen:
- Direkte Online-Verkäufe oder Buchungen: Über Formulare, Shop-Systeme oder Buchungstools
- Anfragen über die Website: Kontaktformulare, Rückrufbitten, Chat-Anfragen. Messen Sie, wie viele dieser Anfragen zu Aufträgen werden und welchen durchschnittlichen Umsatz sie generieren
- Telefonische Anfragen: Nutzen Sie Call-Tracking, um Anrufe der Website zuzuordnen. In Österreich können Sie über Google Ads oder Tools wie Matelso Anrufnachverfolgung einrichten
- Indirekte Effekte: Verbesserte Markenwahrnehmung, kürzere Verkaufszyklen und höhere Abschlussquoten, weil Kunden sich vor dem Erstgespräch auf Ihrer Website informiert haben
Branchen-Benchmarks für Österreich
Die Amortisationszeit variiert erheblich je nach Branche und Geschäftsmodell. Die folgenden Zeiträume sind Annahmen für Beispielrechnungen, keine Studienwerte:
- E-Commerce: Amortisation typischerweise innerhalb von 6 bis 12 Monaten, da der Umsatz direkt messbar ist. Ein Online-Shop mit einem durchschnittlichen Bestellwert von 80 Euro benötigt bei einer Website-Investition von 15.000 Euro etwa 188 Bestellungen, um allein den Umsatz in Höhe der Investition zu erreichen. Für die Amortisation zählt der Gewinn, es sind also entsprechend mehr
- Dienstleister (Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte): Amortisation innerhalb von 12 bis 18 Monaten. Ein Steuerberater in Wien, der pro neuem Mandanten einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 3.000 Euro generiert, amortisiert eine 9.000-Euro-Website bereits mit drei neuen Mandanten
- Handwerksbetriebe: Amortisation innerhalb von 6 bis 12 Monaten, da einzelne Aufträge oft hohe Volumina haben. Ein Tischler mit einem durchschnittlichen Auftragswert von 5.000 Euro amortisiert eine 10.000-Euro-Website mit zwei zusätzlichen Aufträgen
- Gastronomie und Hotellerie: Amortisation innerhalb von 3 bis 9 Monaten, da Online-Reservierungen und Direktbuchungen (ohne Provisionen an Plattformen wie Booking.com) sofortige Kosteneinsparungen generieren. Ein Hotel, das 10 Prozent seiner Buchungen von OTAs auf die eigene Website umleitet, spart die Provision der Plattform
Wertsteigerung über die Zeit
Eine gut gepflegte Website gewinnt im Laufe der Zeit an Wert, anstatt zu verfallen. Dies unterscheidet sie fundamental von klassischen Marketingausgaben wie Printwerbung oder Messeständen, deren Wirkung sofort nach Ende der Kampagne verpufft.
Die Wertsteigerung einer Website erfolgt durch:
- SEO-Equity: Organische Rankings und Domain-Autorität bauen sich über Monate und Jahre auf. Eine Website, die seit drei Jahren für relevante Keywords rankt, hat einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber einer neuen Website
- Content-Assets: Jeder Blog-Artikel, jede Fallstudie und jede FAQ-Seite ist ein dauerhaftes Asset, das kontinuierlich Traffic und Leads generiert. Ein gut geschriebener Ratgeber-Artikel kann über Jahre hinweg tausende Besucher pro Monat anziehen
- Daten und Insights: Die über Google Analytics, die Search Console und andere Tools gesammelten Daten ermöglichen zunehmend präzisere Marketing-Entscheidungen
- Kundenbewertungen und Social Proof: Gesammelte Bewertungen und Testimonials erhöhen die Conversion-Rate über die Zeit
Betrachten Sie Ihre Website daher nicht als Kostenfaktor, sondern als digitales Betriebsvermögen, das bei richtiger Pflege an Wert gewinnt und einen messbaren Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet.
Fazit: Die richtige Investition für Ihr Unternehmen
Eine professionelle Website ist 2026 keine Frage des Ob, sondern des Wie. Die Kosten reichen von 1.500€ für eine einfache Visitenkarte bis über 50.000€ für eine komplexe Web-App. Entscheidend ist nicht, wie viel Sie ausgeben, sondern wie klug Sie investieren.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:
- Definieren Sie Ihre Ziele: Was soll die Website leisten? Mehr Anfragen, Online-Verkäufe, Markenaufbau?
- Wählen Sie den richtigen Partner: Baukasten für Hobbys, Freelancer für einfache Projekte, Agentur für geschäftskritische Auftritte.
- Planen Sie realistisch: Einmalige Kosten plus laufende Kosten für mindestens 12 Monate.
- Investieren Sie in Content und SEO: Die schönste Website bringt nichts, wenn niemand sie findet.
- Messen Sie den Erfolg: Tracking einrichten, Ergebnisse auswerten, kontinuierlich optimieren.
Die Website-Kosten sind eine Investition in die Zukunft Ihres Unternehmens. Und bei der richtigen Umsetzung zahlt sich diese Investition vielfach aus. Wenn Sie Fragen haben oder eine kostenlose Erstberatung wünschen — wir sind für Sie da. Nehmen Sie Kontakt auf und lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, was die beste Lösung für Ihr Unternehmen ist.



